Migräne

Unter Migräne leiden ca. 10 % der Menschen in Deutschland. Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die bei allen Altersgruppen zu finden ist. Es ist eine Tatsache, dass Frauen sehr viel häufiger als Männer davon betroffen sind. Diese Tatsache ist jedoch erst im Erwachsenenalter gegeben; bei Kindern und Jugendlichen bis zur Pubertät gibt es keinen zählbaren Unterschied. Es gibt viele Arten der Migräne, mit Vorankündigung (Aura) und ohne – aber auch eine Vorankündigung, die ohne Kopfschmerzen wieder verschwindet. Bei Migräne erweitern sich im Kopf die Blutgefäße und die freien Nervenenden, die Schmerzrezeptoren, aktivieren sich und geben die Information an den Thalamus, der Schaltzentrale der Sensibilität, weiter. Damit ist die Migräne für den Betroffenen spürbar.

Die Migräne und ihre Symptome

Betroffen sind zwischen acht und zehn Millionen Menschen allein in Deutschland. Davon sind dreimal so viele Frauen wie Männer betroffen, auch Kinder und Jugendliche. Mehr als die Hälfte der Kinder klagen bereits in der vierten Klasse der Grundschule über Kopfschmerzen, wobei aber lediglich etwas mehr als 10 % unter Migräne leiden. Erschreckend ist, dass sich diese Prozentzahl bis zur Pubertät verdoppelt. Erst jetzt, bedingt durch die Entwicklung, steigt die Zahl der betroffenen Frauen an. Da Männer nicht so gerne zum Arzt gehen, geht man davon aus, dass auch bei Männern die Zahl der von Migräne Betroffenen ansteigt, und nimmt daher eine sehr viel höhere Dunkelziffer der von Migräne geplagten Männer an.

Die Symptome, die die Migräne begleiten, sind bei jedem Einzelnen unterschiedlich. Bei Migräne, die durch eine sogenannte Vorbotenphase eingeleitet wird, sind die Vorboten entweder psychischer oder neurologischer Natur oder betreffen das vegetative Nervensystem. Müdigkeit verbunden mit Gähnen und Geräuschempfindlichkeit sind die häufigsten Symptome. Auch über Störungen im Darmbereich, die bis zur Verstopfung führen können, werden immer wieder von den Betroffenen berichtet. Ebenfalls berichten Betroffene, dass sie Schwierigkeiten beim räumlichen Sehen beziehungsweise unscharfes Sehen sowie Kribbeln an Armen, Beinen und im Gesicht in der Vorbotenphase zur Migräne hätten. Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen und Störungen der Motorik sind Vorboten eines Migräne -Anfalls.

Kommt dann der Kopfschmerz, so ist dieser in den meisten Fällen halbseitig. Ganz besonders betroffen sind Stirn, Augen und Schläfe. Diese Phase kann bis zu drei Tage andauern, während der es zu Schwindel, Appetitlosigkeit und auch zu Erbrechen und Übelkeit kommen kann. Lichteinwirkung und laute Geräusche verschlimmern die Migräne und können zu einer Verlängerung der Schmerzphase führen.

Die Migräne hat viele Typen

Die typische und weitverbreitete Art ist der sogenannte Migräne -Kopfschmerz, dem die Vorbotenphase vorausgeht. Der Schmerz ist nicht pulsierend oder halbseitig und wird auch nicht von Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen bei Geräuschen und Licht begleitet. Bei der familiären hemiplegischen Migräne werden sehr häufig motorische und Bewusstseinsstörungen sowie Zustände der Verwirrtheit und Fieber beobachtet. Bei dieser Art der Migräne liegt eine Chromosom-Störung vor, die vererbbar ist. Bei jungen Erwachsenen tritt häufig die Migräne vom Basilaristyp auf. Zu den Symptomen zählen unter anderem Tinnitus und Sehstörungen. Ganz selten kann auch vollständige Bewegungsunfähigkeit auftreten. Außerdem gibt es noch die retinale und die chronische Migräne. Selten, aber sehr gefährlich, ist ein migränöser Infarkt. Hierbei kann es, durch Durchblutungsstörungen bedingt, zu dauerhaften Schäden an bestimmten Gehirnteilen kommen. Auch ohne Vorankündigung kommt sie immer häufiger vor.

Wie kann man Migräne verhindern

Ist die Migräne erblich bedingt, gar nicht. Ungesunden Stress vermeiden, wäre eine Möglichkeit und Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten reduzieren. Es wird als erwiesen angesehen, dass auch zu viel oder zu wenig Schlaf ein Auslöser für Migräne sein kann. Umweltfaktoren und Überforderung und Mobbing aber auch Wetterschwankungen und Hormonschwankungen können Auslöser für einen solchen Anfall sein. Man muss einsehen, dass Migräne viele Varianten hat, die es nicht leicht machen, einen Anfall zu verhindern.

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